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Damit soziale Teilhabe nicht auf der Strecke bleibt

Neues Fahrzeug macht Heimbewohner mobil

Wenn die alltäglichen Dinge des Lebens zu beschwerlich werden und ein Verbleib in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist, entscheiden sich viele für ein Pflegeheim. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, doch alle Bewohner verbindet ein Wunsch: selbstbestimmt ein Teil der Gemeinschaft zu bleiben. Damit das im Bensheimer Caritasheim St. Elisabeth in Zukunft noch besser gelingt, wurde jetzt ein neuer Kleinbus für gemeinsame Unternehmungen angeschafft – mit Lottogeldern in Höhe von 20.112 Euro.

Bereits seit den frühen 1960er Jahren bietet das Alten- und Pflegeheim in der Heidelberger Straße in Bensheim eine Anlaufstelle für alle, die nicht mehr ohne Hilfe zuhause leben möchten oder können. Ob im stationären Bereich, in der Kurzzeit- und Tagespflege oder in einer der elf barrierefreien Wohnungen: Aktuell finden hier 150 Menschen individuelle Hilfe und zugleich einen Ort des sozialen Austauschs. „Regelmäßige Aktivitäten wie gemeinsame Spaziergänge, Kochen und Backen oder Singen in der Gruppe sind für unsere Bewohnerinnen und Bewohner besonders wichtig“, weiß Heimleiterin Ulrike Schaider. „Denn sie sorgen für positive Erfahrungen und darüber hinaus einen strukturierten Tagesablauf.“ Allerdings kommen gerade erlebnisorientierte Unternehmungen außerhalb der Einrichtung oft zu kurz.

Freuen sich über die mobile Alltagshilfe (v.li.): Heimleiterin Ulrike Schaider, Michaela Rose von LOTTO Hessen, die Leiterin der Tagespflege Claudia Sänger sowie die Bewohner und Besucher der Bensheimer Einrichtung.

Doch das kann sich nun ändern – dank der Förderung von LOTTO Hessen. Mit 20.112 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale greift die hessische Lotteriegesellschaft dem Bensheimer Caritasheim finanziell unter die Arme. Zur Freude seiner Bewohner und Gäste, die nun einen neuen Kleinbus für gemeinschaftsbildende Aktivitäten erhalten. „Damit können in Zukunft auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen an Kulturveranstaltungen der Stadt oder der Pfarrgemeinden teilnehmen – und so noch besser in die soziale Gemeinschaft eingebunden werden“, sagt Schaider.

Mehr Wir im Quartier

Ein weiterer Nutzen des Fahrzeuges: der verbesserte Austausch mit Menschen aus der Nachbarschaft. Denn auch für Unternehmungen mit Kindern und Jugendlichen oder älteren Bensheimern soll die mobile Alltagshilfe eingesetzt werden. „Schon jetzt kommen zum Beispiel Kindergartengruppen zu unseren Bewohnern ins Heim, um gemeinsam zu singen und zu spielen. Mit dem neuen Fahrzeug ist in Zukunft sicher auch mal ein Besuch in der Kita möglich. Das fördert den gegenseitigen Respekt und die Offenheit gegenüber der jeweils anderen Generation. Und darüber hinaus ein Wir-Gefühl in unserem Quartier“, davon ist Claudia Sänger überzeugt.

Sie ist Leiterin der Tagespflege und stärkt als Mitarbeiterin von SoNAh-Bensheim („Sozialraumorientierte Netzwerke in der Altenhilfe“) nachbarschaftliche Strukturen für Pflegebedürftige und Senioren. Was Sänger besonders freut: Dass soziale Teilhabe und individuelle Selbstbestimmung in der Bensheimer Einrichtung künftig noch besser Hand in Hand gehen – der mobilen Alltagshilfe sei Dank. Denn: „Neu gewonnene Mobilität bedeutet ein Mehr an Lebensqualität!“

LOTTO hilft Hessen

Allein im vergangenen Jahr kamen rund 127 Millionen Euro aus Lotteriemitteln von LOTTO Hessen dem Gemeinwohl zugute. Neben sozialen Einrichtungen im Land profitierten davon auch Projekte aus den Bereichen Denkmalpflege, Kultur, Sport und Umwelt.

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