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Bienen und Insekten: Die Zeit zu helfen ist jetzt!

Meldungen | 10. April 2024

Im Rahmen der GENAU Umweltwochen informieren wir über relevante Themen zum Umwelt- und Naturschutz und geben praktische Tipps, wie auch Sie einen kleinen Beitrag für unsere Umwelt leisten können.

Wenn sich im Frühjahr die ersten Schneeglöckchen und Krokusse zeigen, erwacht die Natur langsam aus dem Winterschlaf. Mittendrin: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge in allen Formen und Farben. Sie alle haben plötzlich viel zu tun. Der „Magen“ muss gefüllt werden, damit ausreichend Energie für die weitere Entwicklung zur Verfügung steht.

Viele sind sich der großen Bedeutung der kleinen Insekten für uns Menschen kaum bewusst. Klar, Honigbienen sind dafür bekannt, leckeren Honig zu liefern, doch auch die anderen Insekten, allen voran die Wildbienen, übernehmen wichtige Aufgaben in unserem Ökosystem, von denen wir tagtäglich profitieren.

Sie sind als Bestäuber essenziell wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Pflanzenwelt und somit auch für unsere Lebensmittelgrundlage. Ohne sie gäbe es beispielsweise kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Stirbt eine Wildbienenart aus, hat das meist dramatische Folgen für das gesamte Ökosystem.

Seit Jahren beobachten wir einen stetigen Rückgang der Wildbienen- und Insektenpopulationen, sogar von einem Insektensterben ist die Rede. Diese drastische Entwicklung hat mehrere Ursachen: Der Rückgang von natürlichen Lebensräumen und Nahrungsangeboten durch die Versiegelung von Flächen, die zunehmende Lichtverschmutzung, der Einsatz von Pestiziden aber auch der menschengemachte Klimawandel, sind hier an erster Stelle zu nennen.

Umso wichtiger ist es, dass wir die Insekten bestmöglich unterstützen – und das Gute ist: Jeder von uns kann ganz einfach einen Beitrag dazu leisten. Bereits durch die Auswahl von insektenfreundlichen Blumen kann ihr Lebensraum deutlich angenehmer gestaltet werden. Besonders gut eignen sich heimische Wildblumenarten wie Kornblumen, Ringelblumen oder die Akelei. Wer etwas mehr Platz zur Verfügung hat, kann auf seinem Rasen eine „wilde Ecke“ errichten. Einfach einen kleinen Teil des Gartens verwildern lassen und vor dem Rasenmäher verschonen oder den gesamten Rasen nur noch zweimal im Jahr mähen. Hier können als Ergänzung beispielsweise Krokusse gepflanzt werden. Auch an die Raupen bzw. Schmetterlinge soll gedacht sein. Auf Brennnesseln, Disteln und anderen „Unkräutern“ fühlen sich die Raupen von zahlreichen Schmetterlingsarten besonders wohl, denn sie sind ihre Nahrungsgrundlage.

Aber nicht nur das Nahrungsangebot ist wichtig für Biene, Hummel und Co., auch Nistmöglichkeiten muss es geben. Wer sich kein Insektenhotel zulegen möchte, kann sich ganz einfach mit einem Totholzstapel Abhilfe schaffen. Hier ziehen gerne Hummeln oder solitäre Bienen zum Brüten ein. 

Mit gutem Beispiel geht unserer Gewinnerprojekt „Blumenwiese für Bienen und Insekten“ voran. In Kooperation mit der Naturparkschule Eschenburg setzt sich der NABU Eibelshausen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen und Insekten ein. Neben der Errichtung von „wilden Ecken“, soll durch Ausmagerung des Bodens die Entstehung neuer Pflanzen gefördert werden. Zusätzlich wird auf mehreren Flächen Wildblumensaatgut ausgebracht, um möglichst schnell ein Nahrungsangebot für unsere geflügelten Freunde zu schaffen.
 
Und jetzt sind wir an der Reihe: Die Insekten brauchen uns – so wie wir sie!

Die Umweltlotterie GENAU - GEmeinsam für NAtur und Umwelt setzt sich für den Umweltschutz in Hessen ein, denn ein Teil des Erlöses fließt immer in den regionalen Umweltschutz. Zusätzlich unterstützt GENAU jede Woche ein hessisches Umwelt- oder Naturschutzprojekt mit 5.000 €.

Wollen auch Sie Ihrem Umwelt- oder Naturschutzprojekt auf die Sprünge helfen oder kennen Sie ein Projekt in Ihrer Nähe, welches die Chance auf den Zusatzgewinn von 5.000 € erhalten sollte? 

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