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Frau aus Kassel gewinnt knapp 900.000 Euro

Mit den Glückszahlen der Familie erfolgreich

Vor lauter Stress im Job den Lottogewinn nicht abholen? Eine Frau aus Kassel kann davon ein Lied singen. Bereits am 13. Juli landete sie einen Treffer in Klasse 2 bei Eurojackpot und damit einen Gewinn von knapp 900.000 Euro. Bemerkt hatte sie ihren Glückstipp einige Tage später, fürs Einlösen war aber bislang keine Zeit – bis jetzt. Mit dem dicken Plus auf ihrem Konto will die Fast-Millionärin nun vor allem eines: mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen.

Der exakt 896.645,60 Euro schwere Eurojackpot-Treffer vom 13. Juli hat seinen Besitzer gefunden: die passende Spielquittung wurde jetzt von einer Gewinnerin, einer Frau aus der Stadt Kassel, eingelöst. Sie hatte mit sechs der insgesamt sieben Richtigen die Gewinnklasse 2 erzielt, ihren Tipp aber anonym ohne Kundenkarte im Kreis Kassel abgegeben. Wie schon der hessische Gewinner der 45 Millionen Euro der Eurojackpot-Ziehung zuvor, hatte auch die Gewinnerin der knapp 900.000 Euro aus Kassel von ihrem Glück erst einmal nichts bemerkt. Anschließend hatten berufliche Erfordernisse sie davon abgehalten, früher in die Zentrale von LOTTO Hessen nach Wiesbaden zu kommen. „Ich wusste es seit Mitte letzter Woche und habe es seitdem ungefähr hunderttausend Mal meinem Mann erzählt, dass wir quasi Millionäre sind“, jubelte sie bei der Gewinnabwicklung. Wofür der neue Geldsegen genutzt werden solle, konnte sie noch nicht sagen, aber „auf jeden Fall kann nun die weit verzweigte Familie endlich öfter zusammenkommen, das war immer mein größter Wunsch, dass wir uns häufiger sehen. Man verpasst doch sonst so viel“. Seit Jahren tippt die Gewinnerin regelmäßig mit denselben Zahlen – allesamt Glückszahlen ihrer Familie. Zu D-Mark-Zeiten hatte sie schon einmal einen Gewinn von rund 1.000 D-Mark erzielt, berichtete sie, seitdem seien es nur ab und an kleine Beträge gewesen.

Habe seitdem ungefähr hunderttausend Mal meinem Mann erzählt, dass wir quasi Millionäre sind.

Da sowohl der Frankfurter Rentner, dem es am 6. Juli gemeinsam mit einem Ehepaar aus Sachsen-Anhalt gelang, den mit 90 Millionen Euro gefüllten Eurojackpot zu knacken, als auch die Kasseler Gewinnerin sich zunächst nicht gemeldet hatten, gingen in den vergangenen Wochen zahllose Anrufe bei LOTTO Hessen in Wiesbaden ein. Die Anrufer glaubten, möglicherweise einer der gesuchten Gewinner zu sein. Einige baten darum, die Zahlen auf ihrer Spielquittung mit den Gewinnzahlen abzugleichen, andere berichteten aufgelöst, die Spielquittung verlegt oder verloren zu haben. Anrufer, die ihre Tipps außerhalb Frankfurts und nicht im Raum Kassel abgegeben hatten, konnten ausgeschlossen werden und mussten einerseits beruhigt, andererseits enttäuscht einsehen, dass sie nicht einer der ersehnten Gewinner sein konnten.

Bei anonym, abgegebenen Tipps ist im Gewinnfall alleine die Spielquittung entscheidend und muss von dem unbekannten Gewinner vorgelegt werden. Wer hingegen mit der kostenlosen Kundenkarte von LOTTO Hessen gespielt hat, kann sich hingegen entspannt zurücklehnen: Der Gewinn wird hier automatisch auf das hinterlegte Konto überwiesen und geht etwa auch bei Verlust der Spielquittung nicht verloren.

Hessens Glück hält an!

Auch der jetzt eingelöste, rund 900.000 Euro schwere Eurojackpot-Gewinn macht eines wieder deutlich: Die Hessen scheinen bei der im Jahr 2012 gestarteten Lotterie ein besonders glückliches Händchen zu haben. Vier der zehn höchsten Gewinne in Deutschland wurden von hessischen Tippern erzielt. Kein anderes Bundesland ist in der Top Ten-Liste so oft vertreten. Die Hessen belegen die Plätze 2, 4, 7 und 8. Die hessische Bestmarke hält nach wie vor ein Angestellter aus Nordhessen, der im Juli 2016 rund 84,8 Millionen Euro absahnte. Auf ihn folgen mit 58,7 Millionen Euro (erzielt im Dezember 2014) und 46,1 Millionen Euro (erzielt im April 2013) zwei Tipper aus dem Rhein-Main-Gebiet sowie unser 45 Millionen Euro schwerer Rentner aus Frankfurt, der am 6. Juli 2018 den Eurojackpot knackte.

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