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Hessen profitiert: 135 Millionen Euro Lottomittel für Sport, Kultur, Soziales, Denkmalpflege und Umwelt

LOTTO Hessen mit Jahr 2016 sehr zufrieden

Wiesbaden, 01.03.2017. Die hessische Lotteriegesellschaft blickt zufrieden auf ihr abgelaufenes Geschäftsjahr 2016 (04.01.2016 bis 01.01.2017). Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr mit 645.119.498 Euro (Vorjahr: 646.129.359) nahezu stabil gehalten werden, obwohl 52 Veranstaltungswochen des Jahres 2016 insgesamt 53 Veranstaltungswochen im Jahr 2015 gegenüberstanden. Der Geschäftsführer von LOTTO Hessen, Dr. Heinz-Georg Sundermann, wertet das Abschneiden seiner Gesellschaft als „sehr gut“, „denn bei einem Vergleich auf 52-Wochen-Basis haben wir gut fünf Prozent Plus erzielt“, so Sundermann. Besonders dynamisch entwickelte sich der Onlinebereich, der mehr als 48,6 Millionen Euro (Vorjahr 37,3 Mio.) zum Gesamtumsatz beisteuerte. Jeder Hesse gab statistisch gesehen im Jahr 2016 pro Kopf 105,86 Euro (Vorjahr 106,03) in den Verkaufsstellen von LOTTO Hessen sowie dem Onlineshop lotto-hessen.de aus.

LOTTO 6aus49 weiter vorn

LOTTO 6aus49, in Hessen seit 1956 im Angebot, behauptet sich weiterhin bei knapp 50 Prozent jährlichem Umsatzanteil. Auch wenn immer noch jeder zweite Euro bei LOTTO 6aus49 ausgegeben wird, andere Produkte holen auf. Die 2014 eingeführte und in inzwischen 17 europäischen Nationen gemeinsam angebotene Lotterie Eurojackpot eroberte im Jahr 2016 mit einem Umsatzanteil von 15,45 Prozent und einem Umsatz in Höhe von 99,72 Millionen Euro (plus 21,3 Prozent) den zweiten Platz (Vorjahr Platz 3) im Portfolio von LOTTO Hessen. Von Platz 2 auf Platz 3 gerutscht ist die Zusatzlotterie Spiel 77 mit einem Umsatz von 81,49 Millionen Euro (Vorjahr 85,67). Viertstärkster Umsatzträger war der Bereich der Sofortlotterien (Rubbellose), die mit 54,71 Millionen Euro (Vorjahr 49,13) abschnitten und ihr Wachstum weiter fortsetzten. Die im April 2016 neu gestartete Umweltlotterie GENAU erzielte 2,16 Millionen Euro Umsatz.

Plagiatanbieter führen hessische Kunden in die Illegalität

Neben dem kalendarisch bedingten Wegfall einer Umsatzwoche machte sich ein weiterer Effekt mit rund vierzehn Millionen Euro negativ bemerkbar: Legal und lizenziert arbeitende, sogenannte gewerbliche Spielevermittler wandern in die Illegalität ab; sie werden zunehmend von illegalen Anbietern mit ausländischem Sitz geschluckt. Dabei wird der Kundenstamm und –umsatz mit vereinnahmt. Das Geschäftsmodell dieser Anbieter ist einzig die illegale Wette auf den Ausgang der von nationalen und internationalen Anbietern veranstalteten Lotterien, ein eigenes Wett- oder Lotterieangebot besteht nicht. „Hier wird die Bekanntheit etablierter Marken ausgenutzt, um ein Plagiat anzubieten, mehr nicht. Und das ist schlicht strafbar“, so Sundermann. Er grenzt solche illegale Lotterien auch ausdrücklich von privaten Sportwettanbietern oder Onlinecasinos ab, die ein eigenes Angebot veranstalten. llegale Anbieter hingegen kopieren lediglich 1:1 Spielmodalitäten, Gewinnzahlen und die Höhe der ausgelobten Gewinnquoten anderer Lotterien, obwohl sie diese Spiele nicht veranstalten und die Einsätze und Summen gar nicht eingenommen haben. Gleichzeitig suggerieren diese Anbieter ihren Kunden aber ausdrücklich, bei LOTTO 6aus49, Eurojackpot, der amerikanischen Lotterie powerball und vielen mehr teilzunehmen. „Wer bei Lottoland oder Tipp 24 spielt und gewinnen sollte, der hat sein Geld noch lange nicht. Denn einen Rechtsanspruch hat er in Deutschland nicht“, warnt Sundermann.

Sport, Kultur, Soziales, Denkmalpflege und die Umwelt profitieren von LOTTO Hessen

Die illegalen Anbieter führen zudem keine Steuern oder Abgaben in Deutschland ab. LOTTO Hessen hingegen stellte allein im vergangenen Jahr insgesamt 135 Millionen Euro für Projekte im Sport, der Kultur, der Denkmalpflege, der Umwelt und für soziale Projekte zur Verfügung. Sie flossen zweckgebunden an die jeweiligen Landesministerien sowie die sogenannten Destinatäre, fachkundige Institutionen wie zum Beispiel das Landesamt für Denkmalpflege in Hessen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, den Paritätischen Wohlfahrtsverband oder den Landessportbund Hessen. Insgesamt 38 Projekte im Bereich von Natur und Umwelt profitierten zusätzlich mit zusammen 190.000 Euro von der neuen Umweltlotterie GENAU.

Gewinne in Höhe von 318 Millionen Euro ausgezahlt, sieben Millionäre

Die individuellen Gewinner der Lotterien und Wetten kassierten im vergangenen Jahr gut 318 Millionen Euro (Vorjahr 319). Sieben Hessen wurden 2016 zu Millionären. Den höchsten Millionengewinn und zugleich bundesweit zweithöchsten Gewinn erzielte ein Mann aus Nordhessen, der am 29. Juli 2016 den mit über 84 Millionen Euro gefüllten Eurojackpot knackte. Die weiteren Millionäre stammen aus den Kreisen Kreis Groß-Gerau (2x), Vogelsberg, Main-Kinzig und Odenwald sowie aus Wiesbaden. 69 mal glückte den Hessen ein Gewinn von zwischen 100.000 und 999.999 Euro.

Neun verhinderte Millionäre

 Anstatt sieben hätten es 2016 sechzehn hessische Millionäre sein können. Doch neun Tipper verpassten ihren Gewinn, weil sie sich gegen die Zusatzlotterien entschieden. Auf jedem Tippschein für LOTTO 6aus49 oder Eurojackpot befindet sich auch eine vorgedruckte Losnummer für die GlücksSpirale und das Spiel 77 sowie die Lotterie Super 6. Jeder Spielteilnehmer kann sich durch ein Kreiz bei „Ja“ oder „Nein“ für oder gegen die Teilnahme an diesen Zusatzlotterien entscheiden. Für 2,50 Euro Einsatz mehr hätte ein Tipper aus dem Schwalm-Eder-Kreis am 16.07.2016 den Jackpot im Spiel 77 geknackt und alleine rund 2,6 Millionen Euro abgeräumt. Doch er hatte „Nein“ beim Spiel 77 angekreuzt. Die Losnummer seines Spielscheins hätte mit der Gewinnzahl übereingestimmt. Weitere acht Hessen aus Wiesbaden (2x), Frankfurt, Darmstadt-Dieburg (2x), Kreis Bergstraße, dem Vogelsbergkreis und dem Kreis Kassel verpassten durch ihr „Nein“ bei der GlücksSpirale die höchste Gewinnklasse mit jeweils der festen Gewinnsumme in Höhe von 2.010.000 Euro. Mit einem „Ja“ und dem Einsatz von fünf Euro wären sie zu zweifachen Millionären geworden.
 
Kontakt: Dorothee Hoffmann, LOTTO Hessen, Pressesprecherin, Tel. 0611/3612-170, E-Mail: dorothee.hoffmann@lotto-hessen.de