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Fliegender Einsatz für Rehkitze in Rheingau-Taunus

GENAU ermöglicht Kopter für den Tierschutz

Wiesbaden, 23.10.2017. Für einen neuen Kopter mit Wärmebildkamera fehlte dem Verein Kitzrettung Rheingau Taunus e.V. bislang das Geld. Er soll die kleinen Rehe rechtzeitig vor der Wiesenmahd aufspüren. Um die Finanzierung zu ermöglichen, bewarb sich der Verein Kitzrettung Rheingau Taunus e.V. bei der Umweltlotterie GENAU von LOTTO Hessen für den dort wöchentlich ausgespielten Zusatzgewinn für ein Umweltprojekt in Höhe von 5.000 Euro. Am 29. September wurde der Rheingau-Taunuskreis erneut als Gewinnerlandkreis bei GENAU ermittelt – und die Wochengewinner im Kreis konnten sich für ein Umweltprojekt entscheiden. Die Wahl fiel auf die Rehkitzrettung.

Jedes Jahr kommen deutschlandweit etwa 100.000 Rehkitze von Mai bis Juli durch die scharfen Messer der Mähwerke um oder werden grausam verstümmelt. Der 2014 gegründete Verein Kitzrettung Rheingau Taunus hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit den Landwirten der Region Kitze vor der Wiesenmahd zu retten. Denn während ihre Mütter bei Gefahr fliehen, verharren die Kitze in den ersten Lebenswochen am abgelegten Platz und ducken sich tief ins Gras. Das soll die Jungtiere eigentlich vor natürlichen Feinden schützen, doch genau dies wird ihnen bei der Mahd der Wiesen zum Verhängnis. Im Rheingau-Taunus-Kreis setzt der Verein gezielt sogenannte Scheuchen ein, die abends vor der Mahd aufgestellt werden. Zusätzlich sucht ein Kopter mit Wärmebildkamera kurz vor der Mahd die Wiesen ab. Um der wachsenden Nachfrage und den Flächen im Kreis gerecht werden zu können, fehlte bislang noch ein weiterer Kopter – der spendenfinanzierte Verein konnte diese dringend benötigte Ergänzung nicht leisten.

Bis die koptergestützte Suche überhaupt zuverlässig funktionierte, mussten kostspielige Rückschläge und Abstürze verkraftet werden. „Deshalb freuen wir uns umso mehr, in diesem Jahr auf einer Fläche von über 300 Hektar 64 Rehkitze gerettet zu haben, davon etwa 45 Kitze mithilfe der Wärmebildkamera. Dank des Zusatzgewinns der Umweltlotterie und die damit verbundenen 5.000 Euro werden wir diese Bilanz weiter steigern können, denn ein neuer Kopter bedeutet einen großen Schritt für die Rettung weiterer Rehkitze“, freut sich der Projektverantwortliche des Vereins, Axel Lechtenbörger. Lechtenbörger selbst erfuhr im Jahr 2013 aus der Zeitung von der Initiative. „Bis dahin war mir nicht bewusst, was sich bei der Mahd für dramatische Szenen abspielen und wie belastend das auch für die Landwirte ist“, erklärt der Hohensteiner. Seitdem helfen er und seine Lebensgefährtin mit, die notwendigen Spenden zu sammeln und die Suchaktionen zu koordinieren.

Am 29. September wurde zum inzwischen dritten Mal der Rheingau-Taunus-Kreis bei der Umweltlotterie GENAU als Gewinner-Landkreis gezogen. Dies sorgte dafür, dass ein drittes Umweltprojekt des Kreises mit 5.000 Euro rechnen konnte. Der Zusatzgewinn der Lotterie ging an das Rehkitzprojekt.
Das Spielprinzip der Umweltlotterie GENAU ist weltweit einmalig: Jeder Tipper gibt auf seinem Spielschein eine hessische Postleitzahl an und erhält pro Los eine fünfstellige Identifikationsnummer, die sogenannte Los-ID. Aus allen teilnehmenden Losen wird dann die Los-ID gezogen, auf die der garantierte Hauptgewinn von mindestens 10.000 Euro entfällt und die gleichzeitig den Gewinner-Landkreis bestimmt. Alle teilnehmenden Lose im Landkreis des Hauptgewinners gewinnen, außerdem ein Umweltprojekt. Welche Natur- und Umweltprojekte mit 5.000 Euro Zusatzgewinn gefördert werden, entscheiden die jeweiligen Wochengewinner von GENAU.

Im Bild: Ein Rehkitz in Gau Odernheim wird rechtzeitig vor der Mahd in der Wiese eingesammelt / der Kopter der Rehkitzrettung im Einsatz (Fotos: Rehkitzrettung Rheingau Taunus e.V.)

Kontakt: Dorothee Hoffmann, LOTTO Hessen, Unternehmenskommunikation, Tel. 0611 - 36 12 170, E-Mail: dorothee.hoffmann@lotto-hessen.de

Kontakt Projektverantwortlicher: Axel Lechtenbörger, E-Mail: axellechtenboerger@web.de, Tel. 01773407534