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2.000 Euro Preisgeld für Boxprojekt „tough ain´t enough“

ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports 2017: Anerkennung für SG Dietzenbach

Wiesbaden, 15.12.2017. Die SG Dietzenbach 1945 e.V. wird für ihr Box-Angebot „tough ain‘t enough“ mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 Euro beim diesjährigen ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports ausgezeichnet. Der Verein hatte im Jahr 2014 eine eigene Boxabteilung gegründet, in der Jugendliche regelmäßig boxen können, die etwa durch Aggressionspotential oder Schulverweigerung auffällig geworden sind. Sie sollen in der familiären Umgebung des Vereins und durch die sportliche Betätigung Anerkennung, Ansporn und Entwicklungsmöglichkeiten erfahren. 70 Jugendliche nehmen das Angebot derzeit regelmäßig wahr. Der ODDSET Zukunftspreis wird jährlich durch den Landessportbund Hessen e.V. und die hessische Lotteriegesellschaft ausgeschrieben und von LOTTO Hessen mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Das Preisgeld macht ihn zum höchstdotierten Sportpreis Hessens. Er belohnt Sportvereine, deren Projekte Vorbildcharakter für den Vereinssport und zur Lösung gesellschaftlich wichtiger Fragen haben. Am 14.12. nahm Hossein Mehranfard, Streetworker der Stadt Dietzenbach und Abteilungsleiter Boxen der SG Dietzenbach, nun die Ehrung und das Preisgeld durch Dirk Junker von LOTTO Hessen entgegen.

Mit insgesamt 50.000 Euro zeichnet LOTTO Hessen auch in diesem Jahr wieder innovative hessische Sportvereine aus. Das Geld geht an die Sieger des „ODDSET Zukunftspreis des Hessischen Sports“, den LOTTO Hessen und der Landessportbund Hessen e.V. schon zum dreizehnten Mal gemeinsam für beispielgebende Ideen im Sport verleihen, die wichtige gesellschaftliche Fragen lösen helfen. Einer der acht Anerkennungspreise geht in diesem Jahr an SG Dietzenbach 1945 e.V. für ihr Box-Angebot „tough ain‘t enough“, gemeinsam mit der Stadt Dietzenbach. Ziel des Projektes ist Gewaltprävention und Bildungsförderung. Dafür wurde im September 2014 in der SG Dietzenbach eine eigene Boxabteilung gegründet, in der Jugendliche regelmäßig und ohne Kosten boxen können. Der Kurs versteht sich als Präventionsangebot und fängt Jugendliche auf, die keine Freizeitbeschäftigung haben oder zu problematischem Verhalten tendieren. Etwa durch Verweigerung der Teilnahme am Schulunterricht oder erhöhtes Aggressionspotential. Um dieser Gewaltbereitschaft und Perspektivlosigkeit adäquat zu begegnen, schafft das Projekt einen gewalt- und drogenfreien Rahmen in einer familiären Umgebung. Über den Boxsport erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich Anerkennung im sportlichen, schulischen, beruflichen und persönlichen Bereich zu erarbeiten. Die Aufgabe der Teilnehmer besteht darin, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und durch ihre persönliche Bereitschaft und Mitarbeit die destruktiven Verhaltensmuster durch konstruktive zu ersetzen. Unterstützt wird das Projekt neben den Boxtrainern von Sozialpädagogen der Stadt Dietzenbach und Mitarbeitern sowie Ehrenamtlichen der SG Dietzenbach.
Aktuell nehmen 70 Jugendliche das Angebot regelmäßig wahr; seit 2014 waren es rund 200. Erste Teilziele wie die Senkung der Gewaltbereitschaft und die Verbesserung der schulischen Leistung konnten erreicht werden. „Dies ist eine besondere, zukunftsweisende Konstellation, denn hier arbeiten ein Verein und die Stadt Dietzenbach in vorbildlicher Weise zusammen“, erklärt der städtische Projektverantwortliche Hans-Jürgen Daum, Abteilungsleiter Jugendhilfe & Soziale Arbeit).

Für die weitere Zukunft träumen Verein und Stadt bereits von einem gemeinsamen Sport- und Jugendzentrum, in dem die Box-Abteilung elementarer Bestandteil sein soll. Aktuell läuft die Suche nach einer geeigneten Immobilie in der Nähe der aktuellen Boxhalle.
Ehrung und Preisgeld für den Anerkennungspreis beim diesjährigen ODDSET-Zukunftspreis nahm am 14.12. in Dietzenbach Hossein Mehranfard, Streetworker der Stadt Dietzenbach und Abteilungsleiter Boxen der SG Dietzenbach, entgegen.

Die Jury des „ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports“ steht unter Vorsitz des Bundesministers a. D. Prof. Dr. Heinz Riesenhuber. Weitere Mitglieder sind Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen, sowie FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth und der Präsident des lsbh Hessen, Dr. Rolf Müller. Der Preis wurde im Jahr 2005 von LOTTO Hessen ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich gemeinsam mit dem Landessportbund Hessen e.V. ausgelobt. Bislang wurden 59 Vereine mit Haupt- und Sonderpreisen und weitere 65 mit Anerkennungspreisen geehrt. Das dabei ausgeschüttete Preisgeld in Höhe von 440.000 Euro ermöglicht den Vereinen eine nachhaltige Fortführung ihrer hervorragenden Arbeit. Rund 90 Prozent der bislang ausgezeichneten Projekte werden auch heute noch durchgeführt.

Mit dem 1. Platz und einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet wurde in diesem Jahr an den BC Marburg für sein engagiertes Integrationsprojekt „Basketball-Handicap-Team“. Platz 2 und ein Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro sicherte sich der SC Budokan Maintal für sein Integrationsprojekt „Glücksmomente schaffen“. Der mit 6.000 Euro dotierte 3. Platz gelang 2017 dem Wiesbadener Verein Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden 1999 für sein Projekt zur Vereinbarkeit von Schule und Sport „„Bildung macht stark“. Mit Sonderpreise in Höhe von je 5.000 Euro ausgezeichnet werden die Sportgemeinschaft Egelsbach 1874, die mit ihrem Projekt „Pressewart 21“ junge Menschen im Bereich Medienkompetenz schult, sowie die Voltigier- und Pferdefreunde Greifenstein-Holzhausen, die mit nur 71 Mitgliedern eine hervorragende Integrationsarbeit leisten. Darüber hinaus erhalten weitere acht Vereine Anerkennungspreise in Höhe von je 2.000 Euro. Es sind : Kiawah-Golf-Club Landgut Hof Hayna, Riedberger Sport- und Kulturverein, SG Bornheim 1945 Grün-Weiss, SG Sossenheim 1878, Sportfreunde Rodgau 1911, Sportgemeinschaft Dietzenbach 1945, SV Sachsenhausen 1894 und TSV 1889/06 Immenhausen.

Im Bild (LOTTO Hessen): Hossein Mehranfard umringt von seinen Schützlingen
(Hinweis: Die Einverständniserklärungen der Eltern aller abgebildeten Kinder liegen dem Verein schriftlich vor)

Kontakt: Dorothee Hoffmann, LOTTO Hessen, Unternehmenskommunikation, Tel. 0611 - 36 12 170, E-Mail: dorothee.hoffmann@lotto-hessen.de