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6.000 Euro Preisgeld für „Bildung macht stark“

ODDSET Zukunftspreis 2017: Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden 1999 e.V belegt 3. Platz

Wiesbaden, 18.12.2017. Der Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden 1999 e.V. fördert mit seinem Projekt „Bildung macht stark“ sportbegeisterte Kinder aus sozial benachteiligten Familien, insbesondere solchen mit Migrationshintergrund. Die jungen Talente erfahren durch das Projekt eine optimale Förderung – sowohl hinsichtlich des wöchentlichen Judotrainings als auch hinsichtlich ihrer schulischen Ausbildung. Dazu vergibt der Verein seit 2015 insgesamt zehn Stipendien mit dreijähriger Laufzeit für die vereinseigene „Judo-Akademie Kim-Chi“. Hier werden die Kinder auf dem Niveau eines Teilzeitinternats intensiv betreut. Dazu zählen eine warme Mahlzeit nach der Schule, Hausaufgabenbetreuung, bei Bedarf Nachhilfeunterricht und Individual-Training. Für dieses durchdachte Förderkonzept wurde der Verein jetzt mit dem 3. Platz und einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro beim ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports ausgezeichnet. Der ODDSET Zukunftspreis wird jährlich durch den Landessportbund Hessen e.V. und die hessische Lotteriegesellschaft ausgeschrieben und von LOTTO Hessen mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Das Preisgeld macht ihn zum höchstdotierten Sportpreis Hessens. Er richtet sich an Sportvereine, deren Projekte Vorbildcharakter für den Vereinssport und zur Lösung gesellschaftlich wichtiger Fragen haben. Am 18.12. nahm Siegbert Geuder, 2.Vorsitzender und Leiter der Akademie des Judo-Clubs Kim-Chi Wiesbaden nun die Ehrung und das Preisgeld durch den Geschäftsführer von LOTTO Hessen, Dr. Heinz-Georg Sundermann, entgegen.

Mit insgesamt 50.000 Euro zeichnet LOTTO Hessen auch in diesem Jahr wieder innovative hessische Sportvereine aus. Das Geld geht an die Sieger des „ODDSET Zukunftspreis des Hessischen Sports“, den LOTTO Hessen und der Landessportbund Hessen e.V. schon zum dreizehnten Mal gemeinsam für beispielgebende Ideen im Sport verleihen, die wichtige gesellschaftliche Fragen lösen helfen. Der Wiesbadener Verein Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden 1999 konnte mit seinem Projekt zur Vereinbarkeit von Sport und Schule Platz 3 und ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro sichern. Er fördert mit seinem Projekt Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Die jungen Talente erfahren durch die vereinseigene „Judo-Akademie Kim-Chi“ eine optimale Förderung – das betrifft einerseits das wöchentliche Judotraining, aber vor allem auch die individuelle schulische Ausbildung und Betreuung. Zehn Stipendien stehen dazu zur Verfügung, die an Kinder aus sozial schwächeren Familien, insbesondere mit Migrationshintergrund, vergeben werden. Dabei ist die Art der besuchten Schule – Gymnasium, Haupt- oder Realschule – ebenso wenig von Bedeutung wie die kulturelle und religiöse Herkunft. Durch das Stipendium werden die Talente drei Jahre lang unterstützt. Sie erhalten eine individuelle Förderung mit dem Ziel einer dualen Karriere von Leistungssport und Schule bzw. Beruf. Durch das Projekt soll eine Brücke zwischen Sport, Integration und Bildung geschlagen werden.

In der Judo-Akademie erfahren die jungen Talente eine Betreuung wie in einem Teilzeitinternat. Im Anschluss an die Schule wird in der Akademie ein warmes Mittagsessen angeboten, dann folgt die Hausaufgabenbetreuung. Bei Bedarf steht den Kindern ein professioneller Nachhilfeunterricht zur Verfügung. Außerdem werden Praktikumsplätze vermittelt und  zusätzliche Bildungsangebote wie Seminare, Lehrgänge und Exkursionen angeboten. Im Anschluss an die Nachmittagsbetreuung steht der Sport auf dem Tagesplan, Leistungs- und Individualtraining im Judo.

Neben der sportlichen und schulischen Betreuung und Förderung liegt der Fokus der Ausbildung in der Akademie auch auf der Stärkung der sozialen Kompetenzen, die das Selbstwertgefühl und die Persönlichkeit der Talente stärken sollen. Selbstständigkeit, Disziplin, Konfliktfähigkeit, Respekt, kommunikatives Verhalten und Teamgeist werden hier trainiert. Das Projekt „Bildung macht stark“ sorgt so für eine konfliktfreie Integration Kinder und Jugendlicher aus sozial schwachen Familien und begleitet diese auf dem Weg in ihre Zukunft. Zehn Ausbilder, Betreuer und Lehrer setzen sich zum Teil ehrenamtlich für die Akademie ein, um das kostenintensive Programm aufrechterhalten zu können. 

Ehrung und Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro für den 3. Platz beim diesjährigen ODDSET-Zukunftspreis nahm am 18.12.2017 in Wiesbaden Siegbert Geuder, 2. Vorsitzender und Leiter der Akademie des Judo-Clubs Kim-Chi, gemeinsam mit der 1. Vorsitzenden, Alexandra Lenk, in der Akademie entgegen. Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen, gratulierte dem Verein und betonte, „Ihr Projekt hat Leuchtturmfunktion in der Region, Sie verbinden sportliche Förderung mit sozialem Engagement und schaffen ein ebenso nachhaltiges wie zukunftsweisendes Projekt. Das ist zu Recht auszeichnungswürdig und für uns alle ein Gewinn.“ 

Die Jury des „ODDSET Zukunftspreis“ steht unter Vorsitz des Bundesministers a. D. Prof. Dr. Heinz Riesenhuber. Weitere Mitglieder sind Dr. Heinz-Georg Sundermann  sowie FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth und lsbh Hessen-Präsident Dr. Rolf Müller. 

Mit dem 1. Platz und einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet wurde in diesem Jahr an den BC Marburg für sein engagiertes Integrationsprojekt „Basketball-Handicap-Team“. Platz 2 und ein Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro sicherte sich der SC Budokan Maintal für sein Integrationsprojekt „Glücksmomente schaffen“. Mit Sonderpreise in Höhe von je 5.000 Euro ausgezeichnet werden die Sportgemeinschaft Egelsbach 1874, die mit ihrem Projekt „Pressewart 21“ “ junge Menschen im Bereich Medienkompetenz schult, sowie die Voltigier- und Pferdefreunde Greifenstein-Holzhausen, die mit nur 71 Mitgliedern eine hervorragende Integrationsarbeit leisten. Darüber hinaus erhalten weitere acht Vereine Anerkennungspreise in Höhe von je 2.000 Euro. Es sind : Kiawah-Golf-Club Landgut Hof Hayna, Riedberger Sport- und Kulturverein, SG Bornheim 1945 Grün-Weiss, SG Sossenheim 1878, Sportfreunde Rodgau 1911, Sportgemeinschaft Dietzenbach 1945, SV Sachsenhausen 1894 und TSV 1889/06 Immenhausen.

Der ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports wurde im Jahr 2005 von LOTTO Hessen ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich gemeinsam mit dem Landessportbund Hessen e.V. ausgelobt. Bislang wurden 59 Vereine mit Haupt- und Sonderpreisen und weitere 65 mit Anerkennungspreisen geehrt. Das dabei ausgeschüttete Preisgeld in Höhe von 440.000 Euro ermöglicht den Vereinen eine nachhaltige Fortführung ihrer hervorragenden Arbeit. Rund 90 Prozent der bislang ausgezeichneten Projekte werden auch heute noch durchgeführt. 

Kontakt: 
Dorothee Hoffmann, Pressesprecherin LOTTO Hessen, Tel. 0611/3612-170, E-mail: dorothee.hoffmann@lotto-hessen.de