Über uns IM ÜBERBLICK
Zurück

LOTTO Hessen im Portrait

Seit 1949 Ihr Partner des Glücks

LOTTO kennt jeder. Das Original sitzt in Wiesbaden und sorgt seit 1949 als LOTTO Hessen GmbH für Glück in Hessen – sowohl bei den individuellen Gewinnern als auch bei den vielen Institutionen, Einrichtungen, Vereinen und Empfängern im Sport, der Denkmalpflege, der Kultur, im sozialen Bereich und der Umwelt. Einen genauen Blick in die „Zentrale des Glücks“ werfen können Sie beispielsweise über unseren Geschäftsbericht. Oder Sie interessieren sich dafür, wie hier alles begann? Dann empfehlen wir Ihnen die Historie des Unternehmens. Sie möchten genauer erfahren, mit welchen Summen und Projekten LOTTO Hessen Tag für Tag für das Gemeinwohl in unserem Bundesland sorgt? Dann schauen Sie doch mal rein bei LOTTO hilft Hessen.

Unser Unternehmen auf einen Blick

Wie alles begann...

Sie alle kennen LOTTO 6aus49, doch wer bisher glaubte, damit hätte alles angefangen, der irrt. Das erste „Baby“ der Lotteriegesellschaft war die Sportwette TOTO.

Eine der ersten TOTO-Verkaufsstellen in Hanau

Die Geschichte LOTTO Hessens begann mit TOTO und der Gründung der „Staatliche Sportwetten GmbH Hessen“ am 14. März 1949. Der 2. Weltkrieg war noch nicht lange vorbei und die Infrastruktur nicht im Entferntesten die heutiger Tage. Doch schon einen Monat später war es trotzdem soweit: Die Hessen konnten an der ersten offiziellen TOTO-Ausspielung teilnehmen. Dem voraus ging ein Kraftakt, denn innerhalb von Tagen mussten immerhin 180 Verkaufsstellen in ganz Hessen geschaffen, Wettscheine gedruckt und die Mitarbeiter gefunden werden, die damals noch in mühevoller Kleinarbeit die Tipps von Hand mit einer Schablone auszuwerten hatten. 70.000 Wettscheine gingen für die erste TOTO-Ausspielung ein. Ihr Transport war abenteuerlich: Autos gab es kaum, das Benzin war rationiert. In Säcken, Taschen und Kisten trafen die Scheine ein. In einer Turnhalle in der Wiesbadener Schwalbacher Straße fand dann die erste Gewinnermittlung statt. Das Inventar hatte man notdürftig in der nebenan gelegenen Gaststätte ausgeliehen.

Kein Laut, kein Zigarettenrauch, nur das Rascheln des Papiers.

So wurden die Spielscheine bis 1993 ausgewertet

Die Arbeit der Auswerter begann um 19 Uhr und endete am folgenden Tag um 5 Uhr. Dazwischen lagen 1,5 Stunden Pause und zwei bezahlte Tassen Kaffee. „Kein Laut, kein Zigarettenrauch, nur das Rascheln des Papiers“, so beschrieb ein Chronist die mühsame Arbeit des manuellen Scheinauswertens in dem großen Saal. Jeder Auswerter hatte in der Stunde 1.100 Tippreihen durchzusehen. Manche schafften 2.500, einige sogar 3.000. Im Durchschnitt kamen die Auswerter auf einen damals stattlichen Verdienst von 80 D-Mark im Monat.

Die allerersten TOTO-Scheine kommen bei Hessen TOTO an

1950 begann man, die Wetten mit Ausspielungen von Autos, Motorrädern und Fahrrädern zu verbinden. Das Spielprogramm wurde modernisiert und zur 12er-Wette die 10er-Wette eingeführt. Eine Eigenheimverlosung sorgte bei der anhaltenden Wohnungsnot zusätzlich für Schwung. Für zehn Pfennig Mehreinsatz konnte ein schmuckes Häuschen gewonnen werden. Innerhalb eines Jahres explodierte die Zahl der hessischen Verkaufsstellen geradezu, auf 1.500. Von dort aus wurden jede Woche Hunderttausende von Wettscheinen wohlgeordnet und mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen versehen, pünktlich in der Zentrale in Wiesbaden abgeliefert. Sie wurden jeweils mit einem Aufdruck versehen, mit Banderolen gebündelt und am Ende unter notarieller Aufsicht im Tresor eingeschlossen.

Boom in den 50ern schafft viele Sportanlagen

In den 50er Jahren stieg der Jahresumsatz schnell auf 50 Millionen D-Mark. Wie fast 70 Jahre später immer noch, so gingen bereits damals viele Millionen an den Sport, die Kultur und soziale Projekte. „Förderung der Leibesübungen, der Jugendpflege sowie kultureller und sozialer Einrichtungen“ nannte man das damals. Allein der Sport in Hessen war mit zehn Prozent des Umsatzes beteiligt. Unter dem Motto „Totogelder schaffen Sportstätten“ wurden die Sportanlagen in Darmstadt, Kassel, Offenbach sowie das ehemalige Frankfurter Waldstadion mit Mitteln aus den Sportwetten erbaut, die hessische Vereinslandschaft entstand durch Lotteriemittel.

LOTTO 6aus49 wird geboren

Die erste LOTTO-Ziehung am 9. Oktober 1955 in Hamburg

1952 zog die Gesellschaft in die Wiesbadener Rosenstraße. Die Erweiterung des Wettprogramms um eine Zahlenlotterie nahm Fahrt auf. Als LOTTO 6aus49 in Hessen eingeführt wurde, hatte man zuvor die Entwicklung in einigen anderen Bundesländern abgewartet. Denn noch ohne hessische Beteiligung fand bereits am 9. Oktober 1955 die erste Ziehung der Spielformel „6 aus 49“ in Hamburg statt. Das Waisenmädchen Elvira Hahn zog im ehemaligen Hotel Mau die ersten Gewinnzahlen aus einem Ziehungs-Rad.

1952 zieht die Gesellschaft in die Rosenstraße

Am 2. September 1956 dann konnten erstmals auch die Hessen ihr Glück bei „Hessen Lotto“ versuchen. Mit 50 Pfennig Einsatz war man dabei. Der LOTTO-Start in Hessen verlief reibungslos. Kein Wunder, denn die organisatorischen Voraussetzungen waren durch TOTO bereits gegeben. Man verfügte über ein dichtes Verkaufsstellennetz, ein modernes Betriebsgebäude, geschultes Personal und über sechs Jahre Erfahrung. Schnell stieg der Einsatz pro LOTTO-Kästchen auf 1 D-Mark. Schon im ersten Jahr übertrafen die Lottoeinsätze die Umsätze des erstgeborenen TOTO.

Das Gewinnauto rollt vor

Damals wurden die Gewinne noch persönlich und in bar an die Gewinner überreicht

Heute unvorstellbar, aber in den Anfängen wurden die Gewinne in Hessen noch persönlich und in bar an die glücklichen Gewinner überreicht. Dafür rollte das Auto von „Hessen Lotto“ vor, eine Flasche Sekt im Gepäck und die D-Mark passend abgezählt.
Bis zum Jahr 1958 hatten sich alle Lotteriegesellschaften zur gemeinsamen Quotenermittlung und Gewinnausschüttung zum „Deutschen Lotto/Toto-Block“ zusammengeschlossen. Jedes Bundesland war nun in gewissen Abständen mit der Ziehung der Lottozahlen betraut.

1957 - die erste von LOTTO Hessen organisierte LOTTO-Ziehung im Neuen Museum in Wiesbaden

Die erste von „Hessen Lotto“ organisierte Ziehung der Lottozahlen im Jahr 1957 war eine Sensation. Einige hundert Gäste hatten sich im Neuen Museum in Wiesbaden in ihren besten Sonntagsanzügen versammelt, um dem besonderen Ereignis beizuwohnen, das groß in der Zeitung angekündigt worden war. An eine TV-Übertragung war noch nicht zu denken, denn kaum jemand hatte damals einen Fernseher.

1965: Die Geburtsstunde der Lottofeen

1967 - Karin Tietze-Ludwig beginnt als Lottofee

Bis zur ersten Fernsehziehung der Lottozahlen vergingen noch acht Jahre. Am 4. September 1965 übertrug der Hessische Rundfunk zum ersten Mal live aus dem Studio 4 die Ziehung in die bundesdeutschen Wohnzimmer. Die erste Lottofee war damals Karin Dinslage, die zwei Jahre später von Karin Tietze-Ludwig abgelöst wurde. Sie blieb es über 30 Jahre, bis Franziska Reichenbacher den Staffelstab als Deutschlands Lottofee übernahm.

Samstags um 19:57 Uhr in der ARD, mittwochs um 18:54 Uhr im ZDF.

Franziska Reichenbacher (links) übernimmt den Staffelstab als Deutschlands Lottofee von Karin Tietze-Ludwig (rechts)

Am 29. Juni 2013 verabschiedeten sich ARD und ZDF von der klassischen Übertragung der Lottoziehung im Fernsehen. Beide Sender geben die in Saarbrücken ermittelten Gewinnzahlen nun zu festen Sendeplätzen bekannt. Samstags präsentiert Franziska Reichenbacher die Zahlen um 19:57 Uhr in der ARD, mittwochs erfolgt die Bekanntgabe – ebenfalls vor den Hauptnachrichten – um 18:54 Uhr im ZDF. Jeden Mittwoch um 18:25 Uhr sowie jeden Samstag um 19:25 Uhr kann die Ziehung der Lottozahlen live im Internet unter lotto.de verfolgt werden.

1993: Online hieß das neue Zauberwort

Viele neue Lotterien und die steigende Zahl an Spielscheinen machte schon bald die manuelle Verarbeitung und Auswertung der Spielscheine unmöglich. Zu hoch das Aufkommen und der logistische Aufwand, denn sämtliche Scheine in ganz Hessen mussten physisch in die Zentrale nach Wiesbaden gebracht, erfasst sowie auf einen möglichen Gewinn hin kontrolliert werden. In den 70er Jahren war man zwar schon zu einer moderneren Methode übergegangen. Die Gewinnauswertung erfolgte dann nicht mehr über Schablonen von Hand, sondern mittels elektronischer Belegleser. Dazu übertrug man die eintreffenden Scheine auf Mikrofilme. Jeweils 10.000 Spiel- und Wettscheine passten auf einen Film. Unleserliche Scheine mussten nochmals per Hand nachverfilmt werden. Waren dann alle Filme bespielt, brachte man sie wie früher die Spielscheine unter notarieller Aufsicht in den Tresor. Diese Prozedur kostete viel Zeit. Es musste Abhilfe mittels moderner EDV geschaffen werden.

Digitale Signaturen bilden den virtuellen Tresor.

„Online“ hieß deshalb bald das neue Zauberwort. Am 18. Oktober 1993 wurde der erste Spielschein digital in der Zentrale von LOTTO Hessen erfasst. Nach einer Testphase bei ausgesuchten Verkaufsstellen während des gesamten Jahres konnten zum 1. Januar 1994 alle Verkaufsstellen in Hessen an das Online-Erfassungssystem der Lotteriegesellschaft angeschlossen werden. Seither werden die rund 1,5 Millionen wöchentlichen Spiel- und Wettaufträge online im Wiesbadener Zentralcomputer erfasst und ausgewertet. Digitale Signaturen verschließen die Eingänge nach Annahmeschluss. Sie bilden den virtuellen Tresor.

Bis heute rund 5 Mrd. Euro für das Gemeinwohl

Eingangsbereich der LOTTO Hessen GmbH in Wiesbaden

Auch 60 Jahre nach ihrer Gründung steht die hessische Lotteriegesellschaft weiterhin für ein verantwortungsvolles Glücksspielangebot auf der einen und die Förderung des Gemeinwohls in Hessen auf der anderen Seite. Seit 1949 konnte LOTTO Hessen bereits insgesamt 3,7 Milliarden Euro in Form von Wett- und Lotteriesteuer sowie 3,8 Milliarden Euro als Zweckerträge für Kultur, Sport, Soziales und Denkmalpflege bereitstellen. Die sogenannten Destinatäre aus den Bereichen Sport, Wohlfahrtspflege, Kultur und Denkmalschutzorganisationen erhielten zusätzlich Beträge von insgesamt fast 1,2 Milliarden Euro. Als Gewinnsumme wurden zwischen 1949 und 2016 mehr als 10 Milliarden Euro an die hessischen Tipper ausgeschüttet. Die Einsätze summierten sich über die Jahre auf fast 21,8 Milliarden Euro.

Und so gilt heute wie damals: LOTTO hilft Hessen! Das gilt für die individuellen Gewinner genauso wie für alle Hessen. Denn wir alle profitieren von jedem einzelnen Los und Tipp beim Original.