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Neuer Kleinbus bringt DRK Hünfeld auf Touren

Ein Bus von Bürgern für Bürger

Eine Bushaltestelle direkt vor der Tür oder in wenigen Minuten zu erreichen: Viele ältere Menschen können davon nur träumen. Für mehr Mobilität auch abseits der offiziellen Buslinien des öffentlichen Nahverkehrs sorgt künftig ein Angebot des DRK-Kreisverbandes Hünfeld: ein Bürgerbus. Der soll im ländlichen Raum zum Einsatz kommen und gerade Senioren bei ihren Arzt- und Behördenbesuchen sowie wöchentlichen Einkaufsfahrten helfen. Gelenkt wird der neue Kleinbus von Ehrenamtlichen aus der Region – ein Bus von Bürgern für Bürger also. Zu seiner Anschaffung trug auch LOTTO Hessen bei.

Freie Fahrt für Seniorinnen und Senioren im Landkreis Fulda. Zu verdanken ist das einem neuen Bürgerbus, den der DRK-Kreisverband anschaffen konnte – mit der gebündelten finanziellen Unterstützung des Landkreises, der Stadt Hünfeld und aus Mitteln von LOTTO Hessen. Insgesamt 31.500 Euro sind so zusammengekommen, die restlichen Mittel für den Kauf des Kleinbusses im Wert von rund 39.500 Euro hat das DRK selbst getragen. Von dem Angebot sollen vor allem alleinstehende ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen profitieren.

„Gerade sie brauchen gute Busverbindungen und Haltestellen in Laufnähe, doch die sind im ländlichen Raum häufig Fehlanzeige. Ein Taxi können sich nur die wenigsten leisten. Genau hier wird in Zukunft unser Kleinbus helfen“, freut sich der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Hans-Herbert Knittel. Ob bei täglichen Einkäufen, bei Arzt- und Behördengängen oder Ausflügen in die Region – der Bürgerbus soll Lücken im öffentlichen Nahverkehr beseitigen und damit auch Barrieren zur gesellschaftlichen Teilhabe. Für insgesamt neun Personen sowie einen Rollstuhlfahrer bietet der Kleinbus mit Laderampe Platz.

Gesellschaftliche Teilhabe im Alter

„Wenn Seniorinnen und Senioren nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen können, weil die verkehrstechnische Infrastruktur das verhindert, dann ist das sehr traurig. Sie auch aus ihrer Zurückgezogenheit zu holen und mit anderen Menschen zusammenzubringen, das ist das Anliegen des neuen Busses“, betont Knittel und meint damit auch die künftigen Busfahrer. Denn hinter dem Steuer werden Bürger und Bürgerinnen sitzen, die künftig den ehrenamtlichen Fahrdienst stemmen werden – gemeinsam mit den Helfern der DRK-Ortsvereinigung Buchfinkenland. Die dortigen DRK-Helfer haben das Pilotprojekt in der Region schon lange herbeigesehnt, bislang scheiterte das allerdings an der Finanzierung. Umso größer die Freude über die geballte finanzielle Unterstützung.

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